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BURXISMUS (ZÄHNEKNIRSCHEN)

Als Bruxismus bezeichnet man das unwillkürliche Zähneknirschen, das sowohl tagsüber als auch nachts, bei 12-15 % der Bevölkerung vorkommt. Das Zähneknirschen ist willentlich nicht beinflussbar, läuft also unterbewusst ab.
Die chronische Überbelastung führt zu einem starken Verschleiß der Zähne. Hierbei werden besonders die Zähne selbst, aber auch der Kieferknochen und das Kiefergelenk extrem belastet. Dies kann zu Abbauprozessen im Kieferknochen, Degeneration der Kiefergelenke und massiven Verspannungen im Kopf- und Nackenbereich führen. Bei langjährigen Bruxismus wird auch eine Veränderung der Bissstellung beobachtet.


Wenn man unter Bruxismus leidet, sollte man sich sehr schnell an einen Zahnarzt oder  Kieferchirurgen wenden, damit der Verschleiß der Zähne nicht weiter fortschreitet. In der Regel verordnet dieser dann eine speziell angefertigte Aufbiss-Schiene, die während der Nacht getragen werden muss. Damit lässt sich bei vielen Patienten eine deutliche Besserung  erzielen. Allerdings hat dies kaum Auswirkungen auf  die Verspannung des Kiefergelenkes und andere Erscheinungen wie z.B. Kopfschmerzen.

Ähnlich wie bei der Faltenbehandlung, nutzt man bei der Therapie des Bruxismus durch die Injektion von Botulinum, die entspannende Wirkung auf die Muskulatur aus.  Die Behandlung des Bruxismus muss in enger Zusammenarbeit mit einem Zahnarzt oder Kieferchirurgen erfolgen.  Vor einer Behandlung mit Botulinum werden meist andere Therapieformen wie z.B. Aufbiss-Schienen versucht. Gelingt es damit nicht, die Folgen des Zähneknirschens gut zu bessern, ist die gezielte Injektion von Botulinum in den Kaumuskel (Masserter) eine gute und hoch wirksame Alternative.

Wenige Tage nach der Injektion, kommt es zu einer Entspannung der Kaumuskulatur und zu einer deutlichen Reduktion des Bruxismus.

 

Hier steht die Modulierung der Muskelaktiviät im Vordergrund. Der Kaumuskel darf nicht zu sehr entspannt werden, da dann wegen Überstimulierung der anderen Kaumuskeln eine Symptomverstärkung auftreten kann. 

 

Im Gegensatz zu anderen Methoden, tritt der Effekt der Injektion von Botox in den Masseter-Muskel, schon nach wenigen Tagen ein. Dies ist für den Patienten auch deutlich spürbar. Er wacht entspannter auf und hat weniger Schmerzen im Kieferbereich. Auch die damit oft einhergehenden Kopf- und Nackenschmerzen werden in der Regel deutlich reduziert oder verschwinden sogar völlig. 
Die Wirkdauer hier liegt bei 4 – 6 Monaten.


Kosten:  ab 300 Euro


Von den gesetzlichen Krankenkassen werden die Kosten nicht übernommen. Bei den Privatkassen ist es sinnvoll,  vorab eine Anfrage für eine Kostenübernahme zu stellen.