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HYPERHIDROSIS (VERMEHRTE SCHWEISSPRODUKTION) 

Schwitzen ist eine natürliche Funktion, die Körpertemperatur über Verdunstungskühlung zu regulieren. Als Hyperhidrose wird eine Schweißproduktion bezeichnet, welches über das natürliche Maß gesteigert ist. Beobachtet wird hierbei meist eine Überfunktion der Schweißdrüsen in Axillen, Gesicht und Hand- bzw. Fußflächen. 
In seltenen Fällen liegen Systemerkrankungen zu Grunde, welche vorher ausgeschlossen werden müssen. Z.B. Schilddrüsendysfunktion, Diabetes mellitus, Tumoren, neurologische Störungen.
Verstärktes Schwitzen kann sowohl im Privat- als auch im Berufsleben zu belastenden Problemen bis hin zu psychischen Störungen führen. 

 

Die Therapie der Hyperhidrose mit Botulinum kann zur Reduktion psychologisch belastender Symptome und damit zur Steigerung der Lebensqualität beitragen.

 

Es gibt mehrere Therapiemöglichkeiten der Hyperhidrosis. 
Lokale Antiperspirantien, Deodorant mit Aluminiumhydrochlorid:

Die Wirkungsweise beruht auf eine Interaktion der Metallsalze mit den Schweißdrüsen. Nachteile sind neben der kurzen Wirkdauer, Hautreizungen und unzureichende Wirkung.


Iontophorese:

Hier wird eine Blockade der Ausführungsgänge durch Ionen verursacht. Diese Methode ist besonders für Hand- und Fußflächen geeignet. Nachteil: An Axillen und Gesicht schlecht anwendbar.
Anticholinerge Medikamente: wirken durch systemische Blockade der verantwortlichen cholinergen Nerven. Nachteil: Mundtrockenheit, Sehstörungen.

Operative Therapie der axillären Hyperhidrosis:

Herausschneiden bzw. Saugkürettage in Lokalanästhesie. Nachteil: operativer Eingriff, Narbenbildung.

Wirkung von Botulinum-Toxin auf Schweißdrüsen
Auch wenn die Wirkung auf die Schweißdrüsen nicht genau bekannt ist, wird davon ausgegangen, dass der Wirkmechanismus ähnlich dem an der Muskulatur ist. 
Man vermutet, dass die Aktivierung der Schweißdrüse gestoppt wird. Der Effekt hält sogar länger an, da die Reinervierung langsamer verläuft als an der Muskulatur.
Auch bei wiederholter Behandlung konnte gezeigt werden, dass durch die kontinuierliche Behandlung mit Botulinum-Toxin keine vermehrten Nebenwirkungen auftreten. Die häufigste Nebenwirkung stellt kompensatorisches Schwitzen (ca. 4% der Fälle) dar, welches jedoch bei anderen Therapieverfahren deutlich häufiger auftritt. 
Wirkungseintritt im Durchschnitt nach 3 – 7 Tagen. Wirkungsdauer zwischen 4 – 9 Monaten, in Einzelfällen auch bis zu einem Jahr.


Kosten:  ab 400 Euro